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Prinzipien wirksamer Führung

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  1. Einführung

    Grundlagen
    13 Themen
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    1 Quiz
  2. Prinzipien
    Allgemeingültige Grundprinzipien (AGP)
    6 Themen
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    1 Quiz
  3. Allgemeingültige Führungsprinzipien (AFP)
    12 Themen
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    1 Quiz
  4. Branchenspezifische Führungsprinzipien (BFP)
    3 Themen
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    1 Quiz
  5. Integration
    Integration in Ihren Führungsalltag
    4 Themen
Lektion 1, Thema 11
In Bearbeitung

Führungskräfte agieren immer in einem Spannungsverhältnis

Lektion Fortschritt
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Führungsprinzipien stehen immer in einem Spannungsverhältnis, da sie oft verschiedene Interessen berücksichtigen müssen. Einerseits ist es wichtig, Ergebnisse zu erzielen und die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Dafür sind oft schnelle Entscheidungen und ein fokussiertes, zielgerichtetes Handeln erforderlich. Andererseits ist es ebenso wichtig, die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu berücksichtigen, um eine langfristige Bindung und Motivation zu erreichen. Dazu gehört auch, dass sich die Führungskräfte um das Wohl ihrer Mitarbeitenden kümmern und sie bei der persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützen.

Als Beispiel für ein Spannungsverhältnis zwischen Führungsprinzipien kann man die Orientierung an Ergebnissen und die Orientierung an Mitarbeitenden nennen. Eine rein ergebnisorientierte Führung kann dazu führen, dass Mitarbeitende sich nicht wertgeschätzt und ausgenutzt fühlen, was zu einer Demotivation und einem schlechten Arbeitsklima führen kann. Andererseits kann eine reine Mitarbeiterorientierung dazu führen, dass Ziele nicht erreicht werden und das Unternehmen langfristig nicht erfolgreich ist.

Daher ist es wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden Prinzipien zu finden und individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeitenden einzugehen. Eine gute Führungskraft muss daher in der Lage sein, die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse zu balancieren und eine geeignete Strategie zu entwickeln, die die langfristigen Ziele des Unternehmens im Auge behält und gleichzeitig die Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigt.

Weitere Beispiele für Spannungen im Führungsalltag

Ein weiteres Beispiel für ein Spannungsverhältnis ist das Gleichgewicht zwischen Stabilität und Flexibilität. Eine stabile Führung bezieht sich auf eine konsistente und zuverlässige Führung, während Flexibilität die Fähigkeit bezeichnet, sich an sich ändernde Umstände anzupassen. In einer schnelllebigen und sich schnell verändernden Geschäftswelt ist es wichtig, flexibel zu sein, aber auch eine gewisse Stabilität aufrechtzuerhalten, um eine solide Grundlage für das Unternehmen zu schaffen.

Weitere Beispiele für Spannungsverhältnisse im Führungsalltag können sein:

  • Zentralisierung versus Dezentralisierung
  • Innovation versus Tradition
  • Risikobereitschaft versus Risikovermeidung
  • Kurzfristige versus Langfristige Orientierung
  • Autorität versus  Kooperation
  • Individualität versus Teamorientierung
  • Autonomie versus Kontrolle
  • Wettbewerb versus Zusammenarbeit
  • Gerechtigkeit versus Individualität

Es ist wichtig für Führungskräfte, sich bewusst zu sein, dass es diese Spannungsverhältnisse gibt und dass sie oft Entscheidungen treffen müssen, die den Bedürfnissen und Zielen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter gerecht werden. Eine ausgewogene Herangehensweise im Umgang mit diesen Spannungen kann dazu beitragen, eine harmonische und effektive Arbeitsumgebung zu schaffen, in der die Mitarbeitenden motiviert und engagiert sind und gleichzeitig die Ziele des Unternehmens erreicht werden. Führungsprinzipien geben Führungskräften Klarheit im Umgang mit diesen Spannungsfeldern.

Das Prinzip der Gegensätzlichkeit

Der Umgang mit Spannungsverhältnissen ist eine Herausforderung, der Führungskräfte häufig begegnen. In solchen Situationen kann das Prinzip der Gegensätzlichkeit eine hilfreiche Perspektive bieten, um diese Spannungen zu verstehen und zu bewältigen. Im weiteren Verlauf dieses Online-Kurses werden wir uns eingehender mit diesem Prinzip befassen.